24 April 2014 - 03:48
Präsident Rohani: Kein Fortschritt ohne Stärkung der Frauenrechte

- Anläßlich des gestrigen Frauentages sagte der iranische Präsident Hassan Rohani auf einer Versammlung von Akademikerinnen, dass das Land keine Fortschritte machen wird, wenn es nicht gelingt, die rechtliche Stellung der Frauen zu verbessern. Noch fehle es dafür an der erforderlichen Aufmerksamkeit.

Nach islamischer Überzeugung, so Rohani, gibt es zwischen Mann und Frau keine Gegensätze, sondern sie sollen einander ergänzen. Beide sind gleichrangig und genießen die gleiche Würde. In der Vergangenheit hätten die Frauen unter Ungerechtigkeit und Grausamkeiten gelitten, und auch noch heute gebe es derartige Mißstände. Seit dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran sei jedoch vieles getan worden, um die Stellung der Frauen in der Gesellschaft zu verbessern. Am wichtigsten sei es, für die Sicherheit von Frauen in der Gesellschaft zu sorgen - auf den Strassen wie überall sonst. Wer gegen die Präsenz von Frauen im öffentlichen Leben sei, befinde sich im Irrtum. Frauen sollten in der Gesellschaft die gleichen Chancen und sozialen Rechte haben wie Männer. "Wir werden keine Form der Geschlechterdiskriminierung akzeptieren", schloss Rohani seine Rede. "Und das gilt besonders für die Frauen." Die westlichen Geschlechterbeziehungen seien für den Iran allerdings kein Vorbild.